Blogbeitrag vom 18. Januar 2015

Eine ethische und nachhaltige Zivilisation erschaffen: Wie würden Sie vorgehen?

Wenn Sie die Aufgabe bekommen würden die Grundlagen für das langfristige Überleben der Menschheit zu schaffen, wenn es Ihr Job wäre, eine nachhaltige, umweltfreundliche, friedliche und gerechte Welt zu realisieren, in welcher unsere Kinder, Kindeskinder und Nachfahren die Möglichkeit haben über Jahrhunderte hinweg sicher und glücklich aufzuwachsen, wie würden Sie vorgehen, was würden Sie tun?

Klar, als Erstes müssten Sie natürlich schwer genug einmal daran glauben, dass dies überhaupt möglich ist. Solange Sie eine gerechte und nachhaltige Welt, frei von Kriegen, Terror und Umweltzerstörung, nicht für möglich und realisierbar halten, wird eine solche Welt auch niemals existieren beziehungsweise niemals von Ihnen erschaffen werden können.

Als Zweites müssten Sie selbstverständlich eine klare Vorstellung bekommen, wie eine solche Welt in etwa aussehen würde, welches die Eckpfeiler und Grundlagen wären, auf welcher diese nachhaltige Zivilisation aufbaut. Das heisst: Sie müssten die heutige Situation, die aktuell existierende Welt mit ihren Schwächen und Stärken klar erkennen und einschätzen können (Ist-Zustand), und müssten ein konkretes, für alle Menschen realisierbares und wünschenswertes Zukunftskonzept einer ethischen Gesellschaft entwickeln (Soll-Zustand). Wenn Sie nicht wissen wohin, wenn Sie kein Ziel haben, können und werden Sie auch niemals ankommen.

Anmerkung: Eine Vor- Voraussetzung, der erste Schritt überhaupt, um aktiv werden zu können und auch nur den Hauch einer Chance zu haben einer solch grossen Aufgabe gewachsen zu sein, wäre natürlich, dass Sie selbst körperlich, psychisch und geistig vollständig gesund und stabil sind. Solange dies nicht der Fall ist und Sie noch mit sich selbst zu kämpfen haben, ist die Realisierung eines solch sternenhohen Ziels natürlich aussichtslos. Der allerallererste Schritt bestände also darin, sich selbst völlig in Ordnung zu bringen und zu halten. Eine weitere Voraussetzung, die ich für selbstverständlich halte, an welcher aber viele "Weltverbesserer" bereits scheitern dürften: Selbst so leben wie das, was man propagiert. Man kann nicht Wasser predigen, selbst aber Wein trinken und erwarten, dass alle anderen dann nur Wasser trinken (beispielsweise der Klimaschützer und frühere US-Vizepräsident Al Gore, der in einer 20-Zimmer-Villa lebt und im Privatjet herumreist). Vorleben der Werte der neuen Zivilisation ist eine Selbstverständlichkeit.

Sobald Sie sich über den Ist- und Soll-Zustand vollkommen im Klaren sind, folgt der eigentliche Job, nämlich den Soll-Zustand (der bis jetzt nur in Ihrem Kopf existiert) Wirklichkeit werden zu lassen, also vom Ist-Zustand zum Soll-Zustand zu gelangen, vom Sein (gedankliche Vorstellung) zum Haben zu kommen (die realisierte nachhaltige Gesellschaft). Bekanntlich steht zwischen dem Sein und dem Haben das TUN. Und genau diesem Tun wollen wir uns in den nachfolgenden Betrachtungen widmen.

Konkret: Was müssten/würden Sie tun um vom Ist-Zustand zum Soll-Zustand (nachhaltige Erdengemeinschaft) zu gelangen? Wo würden Sie ansetzen? Würden Sie in der Wirtschaft ansetzen (Firmen gründen, die nachhaltige Produkte und Dienstleistungen liefern), in der Politik (eine oder mehrere politische Parteien gründen und/oder versuchen Staatspräsident zu werden oder in ähnlich einflussreiche Positionen zu gelangen), in der Kunst (durch Musik, Filme, schreiben von Büchern usw. das Bewusstsein der Menschen verändern), durch ideelle Organisationen (eine neue Religion gründen, eine philosophische Bewegung starten etc.), im Sozialbereich (humanitäre und ähnliche Hilfsorganisationen gründen), als Erfinder (nachhaltige Produkte erfinden und entwickeln), durch Internetaktivitäten (Webseiten, Newsletter, soziale Medien usw.) oder würden Sie sich vielleicht komplett von der Welt zurückziehen, nur noch meditieren und beten (Mönch- und Einsiedlerdasein) und versuchen auf diese Weise die Welt zu verändern? Wo würden Sie ansetzen, was würden Sie tun?

Wirtschaft

Die Wirtschaft nimmt in unserer heutigen Welt einen grossen Raum ein und ist der wahrscheinlich einflussreichste und mächtigste Einzelfaktor der aktuellen Erdenzivilisation. Was also liegt näher als eine neue, nachhaltige Zivilisation durch Aktivitäten in der Wirtschaft, durch das Anbieten von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen zu realisieren?

Der Nachteil von wirtschaftlichem Engagement liegt darin, dass ethisch produzierte und nachhaltige Produkte und Dienstleistungen (z.B. Bioprodukte, fair gehandelte Produkte usw.) hauptsächlich von denjenigen Leuten gekauft und konsumiert werden, die über ein entsprechendes Bewusstsein verfügen. Menschen, die sich über Herkunft und Produktion von Waren und Dienstleistungen keine Gedanken machen oder bei denen ein möglichst günstiger Preis im Vordergrund steht, werden weiterhin Billigprodukte bevorzugen. Ohne Bewusstseinsveränderung findet auch keine wesentliche Veränderung im Kaufverhalten statt. Entscheidend ist also die Bewusstseinsveränderung.

Allerdings bietet die Wirtschaft auch hier zumindest einen Teilausweg, denn natürlich könnte man auch Dienstleistungen anbieten, die das Bewusstsein der Menschen nachhaltig verändern. Beispielsweise könnte man eine Akademie für Ethik und Nachhaltigkeit gründen (ein Bildungsunternehmen) und Dienstleistungen anbieten, welche ein höheres Bewusstsein für den Sinn und die Notwendigkeit einer nachhaltigen Gesellschaft schaffen. Ebenfalls könnte und müsste man Dienstleistungen im Bereich Lebenshilfe anbieten, die den Menschen helfen ihre eigenen Probleme zu lösen und ein selbstbestimmteres Leben zu führen. Denn erst wer in der Lage ist seine eigenen Probleme und Schwierigkeiten zu lösen, ist anschliessend offen für gesamtgesellschaftliche Lösungen.

Fazit: Die Wirtschaft bietet gute Ansätze und Möglichkeiten für das Schaffen einer nachhaltigen Gesellschaft. Allerdings dürfte ein enormes persönliches Engagement des Firmengründers notwendig sein um nur schon eine einzige Firma, die nachhaltige Dienstleistungen und Produkte liefert, international zum Erfolg zu bringen, umso mehr bei mehreren Firmen. Ausserdem: Eine Person, welche die Grundlagen für das langfristige Überleben der gesamten Menschheit schaffen will, muss (in meinen Augen) in ihren Gedanken frei und auf das langfristige Ziel fokussiert sein und bleiben. Ob dies mit intensivem wirtschaftlichem Engagement möglich ist, möchte ich doch sehr in Frage stellen.

Politik

Ein politische Partei gründen, die für Nachhaltigkeit steht, oder gar Staatspräsident werden? Oder noch besser: Eine Weltregierung etablieren, Weltpräsident werden und die nachhaltige Gesellschaft auf diese Weise von "oben" realisieren?

Nein, kann nicht funktionieren. Was in der Politik in etwa möglich ist oder eben nicht möglich hat das Beispiel Barack Obama gezeigt. Obama, angetreten mit enorm hohen ethischen Idealen, wurde allein durch seine Kandidatur und Wahl zu einem enormen Hoffnungsträger weit über Amerika hinaus. Seine Präsenz gab Menschen weltweit so viel Hoffnung, dass Obama allein dafür mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.

Was ist daraus geworden? Nicht sehr viel. Auch Obama musste erkennen, dass er als Einzelner nicht machen kann, was er will (das wusste er natürlich schon vorher), dass ohne Senat, Repräsentantenhaus, Wirtschaftsverbände und deren Einverständnis nicht viel geht. Auch er fand sich schon rasch wieder in den Niederungen weltlicher Missstände und Alltagsprobleme. Ohne eine breite Bewusstseinsveränderung des Volkes und deren Volksvertreter kann keine nachhaltige Gesellschaft geschaffen werden, da kann ein Einzelner noch so idealistisch und mit viel weltlicher Macht ausgestattet sein. Letztlich ist eine Regierung in demokratisch gewählten Staaten immer nur ein Abbild des Volkes und dessen Bewusstseins.

Eine Diktatur, in welchem ein Herrscher allen anderen die "richtige" (nachhaltige) Lebensweise aufzwingt, wird natürlich noch viel weniger funktionieren, da eine nachhaltige Gesellschaft nur im vollen Einverständnis aller Menschen geschaffen werden kann. Andernfalls hat man schon bald eine Revolution und der Diktator wird abgesetzt oder geköpft. Und danach folgt die nächste Regierung (der nächste Diktator) und die übernächste und so weiter.

Fazit: Um eine nachhaltige Gesellschaft zu schaffen rate ich von zu intensivem politischem Engagement dringend ab. Das absolut Entscheidende ist und bleibt die Bewusstseinsveränderung an der Basis (beim einzelnen Menschen), und die kann ein Politiker nur sehr begrenzt schaffen. Eine oder mehrere politische Parteien und Politiker mit nachhaltigen Ideen können sicher mithelfen das Bewusstsein an der Basis zu erhöhen, viel mehr aber auch nicht.

Kunst

Die Kunst ist ein hervorragendes Mittel um Ideen und Inhalte zu transportieren und bei den Menschen ein neues Bewusstsein zu schaffen. An erster Stelle möchte ich hier das geschriebene Wort (Bücher, Texte) und Filme (Spielfilme, Dokumentarfilme etc.) nennen. Auch die Musik ist sehr gut dazu geeignet, allerdings wird heute in der Regel der Melodie eines Liedes die deutlich grössere Bedeutung beigemessen wie dem Inhalt/Text (Videoclips können die Botschaft allerdings verdeutlichen). Natürlich ist auch jede andere Kunstform geeignet Inhalte zu transportieren und Bewusstsein zu erweitern und schaffen (Malerei, Bildhauerei, Theater, Komik, Grafik, Architektur, Tanz etc.)

Kunst ist im Grunde nichts anderes als Kommunikation, allerdings Kommunikation auf einer qualitativ hochstehenden Ebene. Der Künstler möchte in vielen Fällen (aber nicht immer) seinem Publikum etwas mitteilen. Die eigentliche Kunst (das, was bei vielen Menschen ein Ahh und Ohh hervorruft, weil es so schön ist) bildet dabei eine Art Trägerwelle, welche die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich zieht. Ist die Aufmerksamkeit des Betrachters gewonnen, kann die eigentliche Botschaft herübergebracht werden. Bei einem Lied beispielsweise zieht die schöne Melodie Aufmerksamheit auf sich und veranlasst den Hörer hinzuhören. Im Text des Liedes kann dann die Botschaft beziehungsweise der (nachdenkenswerte) Inhalt oder einfach das, was den Künstler beschäftigt, transportiert werden. Gefällt niemanden die Melodie eines Liedes, wird auch niemand zuhören, die Botschaft folglich nicht ankommen, und damit auch keine Bewusstseinveränderung beim Publikum geschaffen werden können. Kunst beinhaltet also zwei Teile: 1. Das Gewinnen von Aufmerksamkeit beim Publikum (dies wird durch die Qualität der Kommunikation geschaffen), und 2. den eigentlichen Inhalt, die Botschaft (die Kommunikation).

Das Problem des Künstlers ist, dass er ab einem bestimmten Erfolgslevel zu einer enormen Projektionsfläche des Publikums wird. Das Publikum projiziert eigene unerfüllte Sehnsüchte, Wünsche und Träume in das Werk des Künstler oder den Künstler selbst hinein und sieht ihn ihm häufig etwas, was er gar nicht ist. Damit wird der Künstler zu einer "Zielscheibe" und erhält enorm viel Aufmerksamkeit. Diese grosse Aufmerksamkeit mag vielen Menschen auf den ersten Blick zwar angenehm und wünschenswert erscheinen, kann aber schnell zu einer Blockade und/oder Behinderung werden. Zu viel Erfolg kann dem eigentlichen Ziel abträglich sein.

Für mich eines der besten Beispiele eines Künstlers, der die Welt zu einem besseren Ort machen wollte (und auch sehr viel erreicht hat), war Michael Jackson. Jackson war eine extrem feinfühlige und spirituelle Person mit einem enorm grossen Wunsch eine bessere und gerechtere Welt zu schaffen. Er wollte die Welt durch seine Liebe heilen. Sein Engagement im sozialen Bereich und für die Umwelt waren grossartig und was er als Künstler geschafft hat ist einzigartig. Er hat Millionen von Menschen aller Rassen und Hautfarben erreicht und Zehntausende sind durch ihn zu einem besseren Menschen geworden. Doch Jackson war auch ein Verfolgter, Geplagter und in bestimmter Weise sehr unfrei. Sich in der Öffentlichkeit ohne Bodyguards zu zeigen war für ihn lebensgefährlich, weil sofort Menschenaufläufe entstanden, die ihn zu erdrücken drohten. Täglich Hunderte von Briefen, Geschenken, Anfragen usw., zahllose Groupies, Reporter, Paparazzis, Stalker, "Verrückte" etc., wer soll das bewältigen können? Von den zahllosen Klagen und Gerichtsprozessen gar nicht zu sprechen, jeder wollte etwas von ihm: Frauen wollten von ihm ein Kind bekommen haben, Eltern behaupteten, er habe ihre Kinder missbraucht (und wollten Geld dafür), Produzenten, Mitarbeiter, Vertragspartner etc. meinten er hätte sie ungerecht behandelt usw.

Von einem Schriftsteller weiss ich, dass er nach einem unerwarteten sehr grossen Bucherfolg anschliessend zwei Jahre lang "Opfer" seines eigenen Erfolgs war, da er ausser Presseterminen, Buchlesungen und ähnlichem kaum mehr zu etwas anderem kam.

Fazit: Die Kunst ist hervorragend geeignet um Inhalte zu transportieren und Bewusstsein zu schaffen. Eine neue, nachhaltige Zivilisation auf dem Planeten Erde zu realisieren sollte man allerdings nicht als Künstler versuchen. Um einer so grossen Aufgabe gewachsen zu sein darf man nicht zu viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Allein das Werk/Ziel ist wichtig (die ethische, nachhaltige Zivilisation), nicht aber die Person beziehungsweise der Erschaffer dieser neuen Zivilisation.

Religion

Was durch Religion in etwa erreicht oder eben nicht erreicht werden kann, sehen wir an den vier grössten Weltreligionen auf diesem Planeten, dem Christentum, dem Islam, Hinduismus und Buddhismus. Hunderte Millionen Menschen wurden und werden damit erreicht und vielen hat ihre Religion zu einem besseren und hoffnungsvolleren Leben verholfen. Eine langfristig stabile, ethische und gerechte Erdengemeinschaft zu schaffen, haben aber auch Jesus, Buddha und Mohammed nicht geschafft.

Weltweit existieren heute weit über Tausend unterschiedliche religiöse und weltanschauliche Gruppierungen. Einige dieser Gruppierungen werden abwertend auch als Sekten bezeichnet. Viele Menschen suchen und finden in religiösen Bewegungen Halt und Orientierung, Antworten auf existenzielle Fragen. Eines der Probleme vieler religiöser Gruppen besteht darin, dass die eigene Religion, der eigene Weg oder der eigene Gott als höherwertig und wichtiger als andere Religionen und Lebenswege angeschaut wird (oder gar als einziger Weg). Durch diese Fixierung entsteht viel Leid und Intoleranz.

Allein in den letzten hundert Jahren sind Hunderte neuer religiöser Bewegungen entstanden. Jedoch war keine dieser Gruppierungen in der Lage, auch nur ein Prozent der Weltbevölkerung zu ihren Mitgliedern/Anhängern zu machen oder gar zu einer Weltreligion zu werden. Ausserdem dürfte eine Bewegung mit Tausenden oder gar Millionen Anhängern für den Gründer (der dann oft als Gottheit verehrt, angehimmelt oder bedrängt wird) viel zu anstrengend und energieraubend sein um seinen Blick und seine Aufmerksamkeit auf die gesamte Erdenzivilisation gerichtet zu halten.

Fazit: Der Einfluss der Religionen auf die Menschen und die Welt sollte keinesfalls unterschätzt werden. Wenn wir auf die letzten Jahrtausende der Menschheit zurückschauen, dann war Religion vielleicht der wichtigste kulturelle Einzelfaktor überhaupt. Zur Erschaffung einer langfristig nachhaltigen Erdenzivilisation würde ich von der Gründung einer Religion allerdings abraten. Zu wenig Einfluss und zu viel Absorbierung eigener Energien.

Wissenschaft und Technologie

Als Erfinder, durch Entwicklung zukunftsweisender Technologien oder als Wissenschaftler die Welt "retten"? Keine Chance. Was in diesen Bereichen in etwa erreicht werden kann, haben uns Personen wie Isaac Newton, Albert Einstein, Leonardo da Vinci oder Thomas Alva Edison gezeigt. Brillante Menschen und hochintelligente Köpfe mit phantastischen Entdeckungen, Entwicklungen und Erfindungen, aber zur Erschaffung einer ethischen und nachhaltigen Zivilisation sind überragende Leistungen auf Einzelgebieten, Nobelpreise und dergleichen bei weitem nicht ausreichend.

Was die Technologie angeht, und diejenigen, welche denken, neue Technologien würden/könnten die entscheidenden Elemente einer nachhaltigen Zivilisation sein: Wir brauchen nicht in erster Linie noch mehr Technik, sondern eine neue (ethische) Gesinnung der Menschen, eine andere Denkweise!

Internet und Medien

Mit Hilfe von sozialen Medien wie Facebook und Twitter, mit Hilfe von Webseiten, Blogs, Newslettern usw. eine nachhaltige Gesellschaft erschaffen? Oder mit aufklärerischen Mitteln wie Wikileaks (Veröffentlichung von Geheimdokumenten) die Welt verbessern? Oder durch Aufdeckung von Missständen und Veröffentlichung in den Medien (Fernsehen, Zeitung, Radio etc.), wie das beispielsweise Edward Snowden mit dem NSA-Daten- und Abhörskandal gemacht hat? (Gratulation übrigens an Snowden für seine Bekanntmachungen und dass er zumindest derzeit immer noch lebt und auf freiem Fuss ist. Das ist eine Leistung!)

Klar, all diese Dinge haben ihre Berechtigung und sind wertvoll. Um aber eine komplette Zivilisation massiv weiter zu entwickeln, reicht dies bei weitem nicht. Ausserdem absorbieren diese Aktivitäten viel zu viel Energie ... oder wer soll die Tausenden von Mails, Anfragen und sonstigen Mitteilungen beantworten? Was ist mit Wikileaks-Mitbegünder Julian Assange geschehen? Und wie frei ist Edward Snowden noch?

Sozialbereich

Es gibt weltweit Tausende von Hilfsorganisationen, die sich für Benachteiligte, Tiere und Umwelt einsetzen. Das ist grossartig! Aber allein dadurch eine nachhaltige Zivilisation erschaffen zu wollen ist unrealistisch.

Einsiedlertum

Sich komplett von der Welt zurückziehen und im geistigen Universum (durch Gedankenkraft) wirken, meditieren, visualisieren usw.? Ganz klares Ja! Von allen bisher besprochenen Betätigungsfeldern halte ich das Einsiedlertum für die mit Abstand geeignetste Methode um eine langfristig nachhaltige Zivilisation zu erschaffen.

Wenn Sie wirklich die Fähigkeit besitzen eine ethische Erdenzivilisation zu erschaffen, dann sind Ihre Fähigkeiten derart hoch und stehen Sie fähigkeitsmässig derart weit über allen anderen Menschen der Gegenwart und Vergangenheit, dass Sie unbedingt unerkannt bleiben müssen. Wenn nämlich bekannt wird, zu was Sie fähig sind und was Sie tun können, werden Sie augenblicklich von zahllosen Menschen überrannt, die Sie um Hilfe ersuchen, anhimmeln, von Ihnen geheilt werden wollen, als Gott verehren, bedrängen, um finanzielle Hilfe bitten oder was auch immer. Und wenn das geschieht, sind Sie nicht mehr frei.

Wenn ich hier von Einsiedlertum spreche, dann meine ich NICHT, dass Sie alleine im Wald oder sonstigen abgeschiedenen Orten leben müssen. Nein. Ich spreche hier von gedanklichem und spirituellem Einsiedlertum. Sie können mitten in einem Dorf oder einer Stadt leben, mit anderen Menschen kommunizieren, eine eigene Webseite haben und so weiter. Sie können sich sogar einigen wenigen Menschen mit Ihren wahren Fähigkeiten zu erkennen geben. Entscheidend ist aber, dass Sie im Wesentlichen unerkannt und von der Masse unentdeckt bleiben. Nur so erhalten Sie sich Ihre volle Handlungs- und Entscheidungsfreiheit. Ich meine, wenn Sie wirklich wissen, was Sie können und wer Sie sind, wenn Sie wissen, dass Sie in der Lage sind eine ethische und nachhaltige Zivilisation auf diesem Planeten zu erschaffen, dann brauchen Sie doch nicht Hunderte oder gar Tausende von Menschen (oder auch nur einen), die Sie anhimmeln, Ihnen auf die Schulter klopfen, Ihnen Preise oder Doktortitel verleihen, sich vor Ihnen verbeugen oder was auch immer, nicht wahr?

Doch wie bleibt man trotz genialen und überragenden Fähigkeiten weitgehend unerkannt? Der grosse Vorteil ist, dass sich 99,9% aller Menschen nicht vorstellen können, wie machtvoll ein Wesen sein kann und dass viele Menschen andere (und damit auch Sie) nach dem Schein beurteilen (Aussehen, Beruf, Besitz, Familienstand, Bekanntheit in der Öffentlichkeit und so weiter). Wenn Sie selbst beispielsweise also sehr bescheiden leben (kleine Wohnung, wenig Besitz, normale Kleidung usw.), von den Medien kaum oder gar keine Aufmerksamkeit erhalten, wenn Sie in der persönlichen Kommunikation mit anderen Menschen vorwiegend über alltägliche Dinge sprechen (Wetter, Kleidung, Essen, Sport usw.), dann wird kaum jemand auf die Idee kommen, dass Sie ein Genie, Weltretter oder was auch immer sind. Am wichtigsten ist wahrscheinlich, dass Sie Ihren Kopf nicht in die Medien halten und dass Sie nicht zu einem Medienereignis werden.

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