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Selbstbestimmt und in Würde altern und sterben
 
Ich finde, dass niemand, der das nicht will, ein Pflegefall werden sollte. Ein Pflegefall zu sein kann bedeuten: dement zu sein, seine eigenen Angehörigen nicht mehr zu erkennen, sich nicht mehr selbstständig an- und auskleiden zu können, unfähig zur eigenen Körperpflege, unfähig allein die Toilette zu benützen, unfähig selbstständig zu essen. Jeder Mensch sollte das Recht und die Möglichkeit haben seinem Leben ein Ende zu setzen BEVOR Alter und Krankheit soweit fortgeschritten sind, dass die Person nicht mehr in der Lage ist selbstbestimmt und in Würde zu leben und zu sterben. Konkret heisst das: Jede Person sollte, falls sie das wünscht, die Gelegenheit haben selber über ihren Todeszeitpunkt zu bestimmen, sollte im Bedarfsfalle die Möglichkeit haben einen Medikamentencocktail einzunehmen, der sie friedlich einschlafen und schmerzlos sterben lässt.

Damit meine ich NICHT, dass eine Person, die gerade eine Krise, eine Depression oder ähnliche (vorübergehende) Zustände hat, das Recht haben sollte mittels eines Medikamentencocktails, der ihr von offiziellen Stellen wie einem Arzt oder einer Sterbehilfsorganisation (in der Schweiz beispielsweise Exit) zur Verfügung gestellt wird, zu sterben. Fast jeder Mensch gerät irgendwann in kleinere und grössere Krisen. Lebenskrisen und Krankheiten sind kein Grund aus dem Leben zu scheiden, sondern Chancen auf Wachstum. Nichts fördert das persönliche Wachstum mehr als Krisen, die man überwindet. In Krisen, die psychisch oder körperlich oder eine Kombination von beidem sein können, beginnt man sich selbst und möglicherweise auch die Welt in Frage zu stellen, beginnt man nach Veränderungen und Antworten (Wahrheiten) zu suchen. Dies ist ein absolut notwendiger und wichtiger Schritt im Leben eines jeden von uns. Schliesslich besteht eine der Hauptaufgaben, warum wir hier sind, im Lernen. Krisen sind Chancen.

Wenn jemand aber an einer unheilbaren Krankheit leidet (z.B. Krebs im fortgeschrittenen Stadium), oder wenn Alter und Krankheit soweit fortgeschritten sind, dass ein eigenständiges Leben nicht mehr möglich ist, sollte die Person die Möglichkeit haben selbstbestimmt und schmerzlos aus dem Leben zu scheiden. Dabei sollte sie die Hilfe von anderen Personen (Ärzten, Pflegern, Angehörigen, Sterbehilfsorganisationen usw.) in Anspruch nehmen dürfen. Niemand sollte dafür bestraft werden, wenn er einer Person, die an einer unheilbaren Krankheit leidet oder die ein Pflegefall ist/wird, hilft, deren Wunsch aus dem Leben zu scheiden, zu erfüllen.
    
Idealerweise legt die Person schon Jahre oder Jahrzehnte zum Voraus fest (z.B. durch das Schreiben einer Patientenverfügung), unter welchen Umständen (unheilbarer Krebs, Demenz, fortgeschrittene Altersschwäche, Pflegefall usw.) sie ihrem Leben ein Ende setzen möchte, und informiert ihre Angehörigen und die zuständigen Stellen (Arzt, Sterbehilfsorganisation etc.) entsprechend. Was bei unseren Haustieren längst übliche Praxis ist (das Einschläfern von schwer verletzten, sehr kranken und alten Tieren) sollte, sofern der Betroffene das ausdrücklich wünscht, auch beim Menschen möglich sein.

Wer keine aktive Sterbehilfe in Anspruch nehmen möchte, wer trotz schwerer Pflegebedürftigkeit bis zum Ende ausharren möchte, kann das selbstverständlich tun. Auch im Falle von starken Schmerzen gibt es ja Medikamente (Schmerzmittel, Morphium etc.), welche die Beschwerden erträglicher machen. Und natürlich gibt es viele Menschen, die sterben bevor sie zu einem Pflegefall werden. Was auch immer eine Person will: Die Selbstbestimmung sollte auf jeden Fall bis zum Tod (und allenfalls darüber hinaus) gewährleistet sein. Das heisst: Die Entscheidungen und Wünsche einer Person, egal welchen Weg sie wählt, sollten stets respektiert werden.

Was den freiwilligen Tod betrifft: Ich sehe in ihm weder eine Sünde noch eine Feigheit. Aber ich halte den Gedanken, dass dieser Ausweg uns offen steht, für eine gute Hilfe im Bestehen des Lebens und all seiner Bedrängnisse.  Hermann Hesse
     
Früher starben die Menschen schnell, heute langsam

Im 20. Jahrhundert wurden die Infektionskrankheiten und grossen Seuchen (Pest, Typhus, Ruhr, Cholera, Pocken, Tuberkulose usw.) durch neue Krankheiten abgelöst, den ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten. Noch im Jahre 1900 verstarben rund 70 Prozent der Menschen an Infektionskrankheiten. Das heisst: Eine Person im fortgeschrittenen Alter bekam beispielsweise eine Lungen- oder Hirnhautentzündung und verstarb dann meist relativ schnell (innerhalb von Tagen, Wochen oder Monaten). Bereits ein Husten konnte tödlich sein.

Heute sterben 70 Prozent der Menschen in den Industrieländern langsam an chronischen Krankheiten; Krankheiten, die sie häufig die letzten Jahre und Jahrzehnte ihres Lebens schmerzhaft mit sich schleppen. Chronische Krankheiten sind gemäss Welt-Gesundheitsorganisation WHO Krankheiten, die lange andauern und langsam fortschreiten. Im Durchschnitt gehen dem Tode heutzutage 20 Jahre mit chronischen Krankheiten voraus: Herz-Kreislauf-Krankheiten (Bluthochdruck, Arteriosklerose, Herzschwäche, Herzinfarkt, Schlaganfall etc.), Diabetes, Rheuma, Arthrose, Osteoporose, Allergien, Krankheiten der Verdauungsorgane, chronische Atemwegerkrankungen usw. Sehr stark am zunehmen sind degenerative Erkrankungen des Gehirns wie Demenz und Alzheimer. Immer mehr Menschen erkranken und sterben auch an den Folgen ärztlicher Behandlung (Iatrogenie), beispielsweise an den Nebenwirkungen und Giften von Medikamenten.
 
Die Haupttodesursache in den Industriestaaten sind seit dem 20. Jahrhundert und bis heute die Herz-Kreislauf-Krankheiten (aktuell rund 40 Prozent aller Todesfälle). Diese waren noch um 1900 herum ziemlich selten und sind hauptsächlich eine Folge unserer ungesunden, „modernen“ Ernährung (Mangelernährung im Überfluss: Fast-Food, Junk-Food, Fertiggerichte, Zucker, Weissmehl, Soft- und Energydrinks, raffinierte Öle und Fette etc.) --> siehe auch Unterschied Vollwertkost und Zivilisationskost.
Auch Rauchen, Alkohol und Drogen spielen eine unrühmliche Rolle. Die zweihäufigste Todesursache ist Krebs.

Fortschritte in der Medizin (Entdeckung der Krankheitserreger, Antibiotika etc.), der Hygiene (sauberes Trinkwasser, reinlicher Umgang mit Lebensmitteln, Kläranlagen etc.) und den wirtschaftlichen Verhältnissen (geringere Armut) haben dazu geführt, dass Menschen in den Industrieländern heute nur noch selten an Infektionskrankheiten sterben (1 bis 2 Prozent). 

So effizient die heutige Medizin bei Infektionskrankheiten und akuten Leiden ist, so ineffizient und schwach, ja sogar kontraproduktiv, ist sie bei den chronischen Krankheiten. Da die heutige Medizin meist nicht die Ursachen einer Krankheit behandelt, sondern deren Symptome, bleiben die Krankheiten bestehen und „müssen“ dauerbehandelt werden (mit Medikamenten usw.). Mittlerweile ist die Hälfte der Bevölkerung in den sogenannt zivilisierten Ländern auf Dauermedikation (Blutdrucksenker, Schmerzmittel, Schlafmittel, Psychopharmaka etc.), immer häufiger bereits Kinder.
  
Die chronischen Krankheiten haben sich in den letzten 50 Jahren zum lukrativsten Markt der Medizin entwickelt. Die Dauerbehandlung und Bewirtschaftung von Krankheiten über Jahre und Jahrzehnte hinweg ist die wirtschaftliche Hauptgrundlage der heutigen Medizin. Das heisst: Die Medizin lebt nicht von der Gesundheit der Menschen, sondern von deren Krankheiten. Je länger ein Mensch krank ist, aber nicht stirbt, desto höher sind die für Medizin und Pharmaindustrie zu erzielenden Umsätze und Gewinne.
Siehe auch
Höhere Lebenserwartung täuscht bessere Gesundheit vor

Die durchschnittliche Lebenserwartung im Mittelalter (6. bis 15. Jahrhundert) lag bei zirka 20 Jahren. Im 17. und 18. Jahrhundert stieg die rechnerische Lebenserwartung auf etwa 30 Jahre, im 19. Jahrhundert auf 40 Jahre. Heute beträgt sie in den Industriestaaten rund 80 Jahre. Trotzdem ist die Vorstellung, dass die meisten Menschen im Mittelalter und noch bis ins 19. Jahrhundert nur 20, 30 oder 40 Jahre alt wurden, falsch. Ebenfalls falsch ist die Vorstellung, dass die höhere Lebenserwartung bessere Gesundheit bedeutet.

Wie bereits erwähnt verstarben früher viele Menschen an Infektionskrankheiten (inklusive Missernten, Hunger, Armut usw. -> siehe früher starben die Menschen schnell, heute langsam). Vor allem aber lag die Kinderzahl und insbesondere die Säuglings- und Kindersterblichkeit weit höher als heute. Wenn eine Person 90 Jahre alt wird und zwei Kinder bei der Geburt sterben, dann liegt die durchschnittliche Lebenserwartung dieser drei Personen bei 30 Jahren.

im 17. und 18. Jahrhundert starben in der Schweiz meist ein Viertel bis ein Drittel aller Säuglinge innerhalb des ersten Lebensjahres und rund die Hälfte aller Kinder bis zum 10. Lebensjahr (im Mittelalter lagen die Sterbezahlen wohl noch höher). In anderen Ländern dürften diese Zahlen ähnlich aussehen. Das heisst: Diejenigen, welche die Kindheit überlebten, hatten eine deutlich höhere Lebenserwartung als der rechnerische Durchschnitt (fast das Doppelte). Wenn die durchschnittliche Lebenserwartung im 17. und 18. Jahrhundert in der Schweiz also bei etwa 30 Jahren lag, so betrug die Lebenserwartung derjenigen, welche die Kindheit und Jugend überlebten und das 18. Alterjahr erreichten, bei rund 55 bis 60 Jahren. Bereits damals erreichten rund 10 Prozent der Bevölkerung 70 Jahre und mehr und wurden einige Prozent der Bevölkerung älter als 80 Jahre --> siehe die Studie zur langfristigen Entwicklung der Lebenserwartung in der Schweiz.

Ab dem 19. Jahrhundert begann, hauptsächlich durch die Industrialisierung (geringere Armut, bessere Hygiene, Medizin etc.), die Lebenserwartung deutlicher zu steigen. Trotzdem war die Säuglings- und Kindersterblichkeit im 19. Jahrhundert immer noch sehr hoch. Erst im 20. Jahrhundert ging die Kindersterblichkeit, zumindest in den Industrieländern, markant zurück und damit stieg die statistische Lebenserwartung stark an. Die deutlich gestiegene Lebenserwartung im 20. und angehenden 21. Jahrhundert ist primär darauf zurückzuführen, dass weniger Menschen vorzeitig, insbesondere in der Kindheit, sterben. Über 90jährige Menschen gab es bereits vor der Industrialisierung. Von grosser Bedeutung für die Verringerung der Säuglings- und Kindersterblichkeit erwiesen sich auch neue Normen zur Kleinkinderpflege (z.B. Stillen durch die eigene Mutter, vermehrte Beachtung von Sauberkeit und guter Ernährung) und die soziale Stellung der Frau (Bildung, Gleichberechtigung in der Ernährung etc.).

Heute beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung in Europa rund 80 Jahre. Gerne nimmt die Medizin das deutliche Ansteigen der Lebenserwartung allein für sich in Anspruch. Genauso wichtig wie die medizinischen Fortschritte waren und sind aber die Verbesserung der hygienischen Verhältnisse und der höhere Wohlstand. Wer mit Fäkalien und Krankheitserregern belastetes Wasser trank oder damit kontaminierte Nahrungsmittel ass, wer aufgrund von Armut kein Geld für gesunde Lebensmittel (oder überhaupt für Lebensmittel) hatte, wer sich bei Unfall oder Krankheit ärztliche Behandlung nicht leisten konnte, wer kein angemessenes (warmes) Dach über dem Kopf hatte, wer sich von frühester Kindheit an mit schwerer körperlicher Arbeit bis 70 Stunden pro Woche und mehr abrackern musste um überleben zu können, starb entsprechend früher. Ohne das enorme, einer Epidemie gleichkommende Ansteigen der ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten im 20. Jahrhundert läge die aktuelle Lebenserwartung noch deutlich höher als 80 Jahre.

Wie bereits beschrieben wurden Menschen auch in früheren Zeiten 80 Jahre und älter, manchmal sogar über 90 Jahre. Aufzeichnungen und exakte Altersangaben sind verständlicherweise aber meist nur von berühmteren Zeitgenossen vorhanden. So erreichte beispielsweise Ramses II. (1303-1213 v. Chr.), König von Ägypten, schon vor mehr als dreitausend Jahren ein Alter von 90 Jahren. Buddha (Siddhartha Gautama 563-483 v. Chr.) wurde vor rund zweieinhalbtausend Jahren 80 Jahre alt, genauso wie der einflussreiche griechische Philosoph Platon (427-347 v. Chr.) kurze Zeit später. Der berühmte griechische Arzt Hippokrates (460-370 v. Chr.), ungefähr in der gleichen Zeit wie Platon lebend, wurde 90jährig, der griechische Dichter Sophokles (496-405 v. Chr.) 91jährig. Der griechische Gelehrte Gorgias (485-380 v. Chr. oder 480-380 v. Chr., je nach Quelle) lebte sogar mindestens 100 Jahre.
 
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inige weitere Namen von berühmten Personen, die alle vor über 200 Jahren gelebt haben (also noch lange vor der modernen Medizin) und die alle zwischen 80 und 90 Jahre alt wurden, sind: Hildegard von Bingen (1098-1179), Michelangelo (1475-1564), Isaac Newton (1643-1727), Voltaire (1694-1778), Benjamin Franklin (1706-1790), Immanuel Kant (1724-1804), James Watt (1736-1819), Thomas Jefferson (1743-1826), Heinrich Pestalozzi (1746-1827), Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832). Auch verschiedene Päpste in früheren Jahrhunderten im 20. Jahrhundert sowieso wurden über 80 Jahre alt, vereinzelt sogar über 90 Jahre. So war beispielsweise Coelestin III. (1106-1198) bereits bei seinem Amtsantritt 1191 85jährig. Bei seinem Tod war er 92 Jahre alt.
 
Entscheidend ist aber nicht die absolute Zahl an Lebensjahren und auch nicht die durchschnittliche Lebenserwartung, sondern die Jahre mit hoher Lebensqualität (Gesundheit). Die letzten 30 Jahre dement, als Pflegefall im Rollstuhl vollständig auf die Hilfe seiner Mitmenschen angewiesen zu sein (um dann mit 90 Jahren zu sterben), ist in meinen Augen kein Fortschritt, sondern ein Rückschritt, auch wenn die absoluten Zahlen (die Anzahl Lebensjahre) etwas anderes sagen mögen.

Siehe auch



Was ist der Sinn des Lebens?
 
Der Sinn des Lebens besteht darin:
  1. mich von allem zu lösen, was mich an die materielle Welt bindet (= Nirvana erreichen)
  2. eine gerechte, friedliche und nachhaltige Welt zu schaffen (das Solarzeitalter)
  3. unser gesamtes materielles Universum (= Straf- und Umerziehungslager) aufzulösen
  4. alle anderen materiellen Universen aufzulösen
Punkt 1 ermöglicht die eigene Freiheit. Punkt 2 ermöglicht die Freiheit aller Menschen auf der Erde. Punkt 3 ermöglicht die Freiheit aller Wesen in diesem Universum. Punkt 4 ermöglicht die Freiheit aller Wesen in allen materiellen Universen.

Siehe auch



Der Entwicklungsweg einer Seele: Vom Stein zur Pflanze zum Tier zum Menschen

Ich starb als Stein und entstand als Pflanze.
Ich starb als Pflanze und entstand als Tier.
Ich starb als Tier und war geboren als Mensch.  Rumi

Gott schläft im Stein, atmet in der Pflanze,
träumt im Tier und erwacht im Menschen.  Indisches Sprichwort

Der Entwicklungsweg einer unsterblichen Seele im materiellen Universum ist lang. Er dauert viele Milliarden Jahre. Eine an die Materie gebundene Seele ist sich ihres spirituellen, unsterblichen Ursprungs zunächst nicht bewusst. Sie beginnt ihre lange Reise in der materiellen Welt im Reich der Mineralien (Steine und Metalle), geht dann durch das Reich der Pflanzen, durch das Reich der Tiere und gelangt schliesslich zu individuellem Bewusstsein (Bewusstsein über sich selbst), wenn sie die menschliche Form erreicht hat. 

Die Seele durchschreitet auf ihrem Weg also alle vier Naturreiche: Mineralreich, Pflanzenreich, Tierreich, Mensch. In jedem Naturreich verbringt die Seele eine fast unvorstellbar grosse Zahl von Zeiträumen, Verkörperungen (Inkarnationen) und Weiterentwicklungen. Innerhalb der einzelnen Naturreiche existieren wiederum Unterschiede. Es gibt niedrig entwickelte Gattungen und höher entwickelte Gattungen. Ein Stück Kalkstein ist in der Entwicklung niedriger als ein Bergkristall, ein Grashalm ist niedriger als eine Blume oder ein Baum, ein Insekt ist niedriger als eine Giraffe.

Die unsterbliche Seele beginnt ihre lange Reise im materiellen Universum ganz unten im Mineralreich, vielleicht als Lavastein oder Kalkstein, und entwickelt sich dann innerhalb des Mineralreichs Stufe für Stufe höher. Sie wird Stein für Stein (Inkarnation für Inkarnation) ein qualitativ immer etwas edlerer, „höherer“ Stein bis sie die höchste Stufe des Mineralreiches, z.B. die eines Edelsteins (Rubin, Smaragd, Diamant etc.) erreicht hat. Wenn die Seele dann vom Mineralreich zum Pflanzenreich aufsteigt, wird sie sich nicht gleich als wunderschöne Rose verkörpern, sondern zuerst vielleicht als Flechte oder Alge. Sie entwickelt sich dann auch innerhalb des Pflanzenreiches Gattung für Gattung höher bis sie die höchsten Stufen des Pflanzenreiches erreicht hat. Wenn die Seele alle Pflanzenarten durchlaufen hat, gelangt sie ins Reich der Tiere. Beim Übergang vom Pflanzenreich zum Tierreich könnte die Seele sich beispielsweise als fleischfressende Pflanze verkörpern.

Auch innerhalb des Tierreiches gibt es verschiedene Entwicklungsstufen. Je höher das Tier entwickelt ist, desto mehr Eigenheiten hat es, desto mehr ist ein eigener Charakter erkennbar. Bei Ameisen beispielsweise ist nicht zu erkennen, das jedes Tier einen eigenen Charakter hat (auch wenn die Ameisen unterschiedliche Aufgaben haben: Arbeiter, Krieger, Königin). Bei Hunden ist das ganz anders: Jeder Hund ist anders, reagiert anders, verhält sich anders, hat seinen eigenen Charakter. Haustiere sind oft hoch entwickelte Tierseelen, die kurz davor stehen ins Reich der Menschen zu wechseln. Die Tiere sind die jüngeren Brüder und Schwestern der Menschen (und die Pflanzen und Mineralien die noch jüngeren). Tiere sind Menschen im Werden. Allein deshalb sollte ein friedlicher und mitfühlender Umgang mit Tieren selbstverständlich sein, sind herzlose Tierversuche und Massentierhaltung abzulehnen. Nach fast endlos vielen Manifestationen im Tierreich ist die Seele bereit für den menschlichen Körper. Ein Rückfall vom Menschenreich ins Tierreich ist in der Regel nicht möglich.

Alle Verkörperungen in der materiellen Welt sind Verlangenszustände der unsterblichen Seele. Das heisst: Die Seele hat ein Verlangen danach, ein Stein zu sein (sie will ein Stein sein), sie hat ein Verlangen danach eine Pflanze sein (sie will eine Pflanze sein), hat ein Verlangen danach ein Tier und schliesslich ein Mensch zu sein. Nachdem die Seele ihr Verlangen ein Stein zu sein ausgelebt hat (man kann auch sagen, nachdem sie alle Lektionen im Mineralreich gelernt hat), löst sie sich vom Naturreich der Mineralien und steigt auf ins Reich der Pflanzen. Nachdem die Seele ihr Verlangen eine Pflanze zu sein ausgelebt hat (alle Lektionen im Pflanzenreich gelernt hat), steigt sie auf ins Tierreich, und so weiter. Der Körper der Seele in der materiellen Welt entspricht ihrem Bewusstseins- und Verlangenszustand.

Je jünger eine Seele ist (gemeint ist die Zeit, die sie bis jetzt im materiellen Universum verbracht hat), und je tiefer das Naturreich, in dem sie sich verkörpert, desto stärker ist der Verlangenszustand der Seele, umso mehr klammert sie sich an das Leben in der Materie, desto mehr haftet sie am Materiellen und desto weniger Bewusstsein hat sie. Eine Seele, die sich als Stein verkörpert, ist also mehr an die Materie gebunden als eine Seele, die sich als Pflanze verkörpert, und diese ist stärker an die Materie gebunden als eine Seele, die sich als Tier oder Mensch verkörpert. Je höher das Bewusstsein, desto geringer die Anhaftung an die materielle Welt und umso höher das Naturreich, in dem man geboren wird.

Um die materielle Welt wieder verlassen zu können, muss die Seele alle Naturreiche durchschreiten, alle Lektionen auf ihrem Weg lernen, alle Prüfungen bestehen und sich schliesslich von jeder Anhaftung (jedem Verlangen -> siehe Nirvana) an die materielle Welt lösen. Erst als Mensch erreicht die Seele ein Bewusstsein über sich selbst (Selbstbewusstsein). Man könnte die Erde und ihre Naturreiche als eine grosse Schule mit vielen Schulklassen bezeichnen, die von den unsterblichen Seelen durchschritten werden. Nur wer die Lektionen seiner Stufe lernt, nur wer eine Lebensprüfung besteht, gelangt auf die nächsthöhere Ebene. Eine Lektion (Lebensprüfung) wird solange wiederholt, bis wir sie bestanden haben. Die unsterblichen Seelen bewegen sich einem gewaltigen Fluss gleich, von Naturreich zu Naturreich, von Gattung zu Gattung, nach oben hin zum Menschen.

Nachdem die unsterbliche Seele im Menschenreich angelangt ist, sind in der Regel Zehntausende von Leben (Inkarnationen) als Mensch notwendig – oder noch weit mehr –, um sich von jeder Anhaftung vom Materiellen und von jeder Identifikation mit dem eigenen Körper zu lösen. Auch innerhalb des Menschenreichs gibt es unterschiedliche Arten und Gattungen. So sind beispielsweise Aborigines und andere Ureinwohner und sogenannt Wilde (in Australien, Afrika, Südamerika etc.) näher beim Tierreich als andere Spezies des Menschen. Nichtsdestotrotz sind sie Menschen wie wir. Und Achtung: Es gibt auch Urvölker, die höher entwickelt sind als wir sogenannt Zivilisierten. Und: Es gab in der Vergangenheit Völker auf der Erde, die höher entwickelt waren als alle gegenwärtigen ... und es wird sie auch in Zukunft wieder geben. Hochentwickelte Tierseelen inkarnieren beim Übergang ins Menschenreich nicht selten in die Körper von Menschen, die noch sehr naturnah leben (Ureinwohner, Naturstämme etc.).
  
Das Reich der Menschen kann, muss aber nicht das Ende des Entwicklungswegs der Seele sein. Eine Seele kann sich weiterentwickeln als Engel (eine unsterbliche Seele, die keinen menschlichen Körper braucht) und gar zu einem Gott werden, zum Beispiel zu einem Planetengott bzw. Planetenengel, dessen physischer Körper ein Planet ist, oder zu einem Sonnengott bzw. Sonnenengel, dessen Körper eine Sonne ist --> siehe Das Universum ist ein Lebewesen, die Sonne ist ein Lebewesen, die Erde ist ein Lebewesen. Engel und Götter haften (meistens) weit weniger an der materiellen Welt als wir Menschen, aber sie tragen immer noch ein Verlangen in sich, nämlich das Verlangen ein Engel oder ein Gott zu sein.  

Sobald sich die Seele von jedem Verlangen nach der materiellen Welt gelöst hat, sei es als Mensch, Engel oder Gott (ein Mensch, der das geschafft hat, war beispielsweise Buddha -> siehe Nirvana), sobald die unsterbliche Seele die Illusion bzw. Vergänglichkeit der materiellen Welt vollständig durchschaut hat, sobald sie alles Physische losgelassen hat (dies beinhaltet auch das Loslassen der höherdimensionalen Ebenen und Welten wie beispielsweise die Himmel der Religionen, die alle immer noch materiell/feinstofflich und damit vergänglich sind), ist sie frei vom Kreislauf der Wiedergeburten, frei von allem Materiellen und kann diese Welt des Vergänglichen verlassen.

Die Evolutionstheorie ist falsch

Gemäss Charles Darwin und der heute auf der Erde gelehrten Evolutionstheorie ist alles Leben aus der Materie (dem Mineralreich) entstanden. Das heisst: Aus der Materie sollen in einem ersten Schritt Einzeller und daraus nach und nach alle Pflanzen und Tiere entstanden sein. Der Mensch soll vom Tier abstammen und der vorläufige Höhepunkt der Evolution sein. Diese Vorstellung ist falsch, wenn auch gar nicht so weit von der Wahrheit entfernt. Ein Stein wird niemals zu einer Pflanze, eine Pflanze wird niemals zu einem Tier und ein Tier niemals zu einem Menschen. Die Naturreiche sind streng voneinander getrennt. Aber die unsterbliche Seele kann zu einem Stein, zu einer Pflanze, einem Tier oder Menschen werden.

Die Entwicklung, die hier auf Erden und im Universum stattfindet, ist nicht die Evolution der Materie bzw. der Formen vom Mineralreich über das Pflanzenreich und Tierreich zum Menschen (obwohl sich auch die Materie innerhalb engen Grenzen entwickeln kann --> siehe Mikroevolution), sondern die Evolution der Seelen. Die Seele geht durch die verschiedenen materiellen Formen hindurch (Stein, Pflanze, Tier, Mensch), lernt dabei beständig und steigt Stufe für Stufe, Gattung für Gattung, zu mehr Bewusstsein auf. 

Die Materie und die physischen Körper der Lebewesen sind nicht durch Evolution entstanden, sondern durch Involution, das heisst durch Verdichtung (Materialisation) von, auf höherdimensionaler Ebene bereits Existierendem. Die Evolutionstheorie besagt, dass das „Höhere“ aus dem Nächstniederen hervorgegangen ist, mit Materie als ursprünglicher Grundlage. Die Involutionstheorie besagt, dass das „Niedere“ aus dem Nächsthöheren hervorgegangen ist, mit Bewusstsein als Ursprung. Der Mensch entwickelte sich also von oben nach unten, vom Spirituellen zum Physischen, und nicht wie Darwin lehrte und die Psychologie definiert, von unten nach oben. Siehe auch Urknall und Evolution.

Feinstoffliche Welten und unsere Leben auf anderen, früheren Planeten

Da die sichtbare, materielle Ebene nur eine von vielen weiteren (unsichtbaren) Ebenen des Universums ist - siehe höherdimensionale Welten -, da auch der Planet Erde während seiner Lebensdauer Phasen unterschiedlicher Dichte durchmacht (fest, flüssig, gasförmig, ätherisch, astral etc.), findet auch die Entwicklung der Seelen in unterschiedlich dichten Körpern statt. Beispielsweise wurde die Erdoberfläche (und die darauf lebenden Pflanzen, Tiere und Menschen) erst vor etwa 320 Millionen Jahren nach und nach zu einem Festkörper. Bevor die Erdoberfläche fest wurde, war sie, und die Lebewesen darauf, flüssig und/oder gasförmig (plasmaförmig, halbphysisch) und noch weiter zurück feinstofflich (astral, ätherisch etc.). Feinstofflich (astral, ätherisch, transparent) ist ein Zustand zwischen Materie und Energie und für unsere heutigen Augen unsichtbar.  

Der Entwicklungsweg einer Seele im materiellen Universum ist lang. Unser aller Weg begann bereits lange vor der Geburt der Erde, lange bevor die Erde überhaupt existierte. Damals lebten wir auf anderen Planeten. Beispielsweise waren einige von uns Tiere auf dem Vorgängerplaneten der Erde. Der Planetenengel der Erde (die unsterbliche Seele, deren Körper die Erde ist), hatte vor der Erde einen anderen Körper (einen anderen Planeten), und übernahm nach dem Tod des Vorgängerplaneten den Körper der neugeborenen Erde. Die meisten Seelen (wir selbst), die auf dem Vorgängerplaneten gelebt hatten, folgten dem Planetenengel auf die Erde, siehe auch Die Sonne ist ein Lebewesen, die Erde ist ein Lebewesen. Planetenengel inkarnieren nach dem Tod des alten Körpers (Planeten) immer wieder aufs Neue, so wie auch wir Menschen nach dem Tod des alten Körpers immer und immer wieder in neue physische Körper inkarnieren.

Schlussanmerkung: Der hier geschriebene Beitrag entspricht nur zu etwa 95% der Wahrheit. Die wahren Sachverhalte sind etwas komplexer als hier dargestellt. Um das Thema nicht unnötig zu verkomplizieren, habe ich Vereinfachungen vorgenommen, dort wo sie mir sinnvoll erschienen. Wer sich eingehender mit dem Thema befassen will, dem empfehle ich folgende Bücher: Das Buch des Lichts und Der Sinn des Lebens Nirvana von Christian Anders (Lanoo) und Evolution: Stammt der Mensch von den Tieren ab und Ihr seid Lichtwesen von Armin Risi. Und eines sollte man sich auch bewusst sein: Wir alle lebten schon lange bevor dieses Universum überhaupt existierte, lange bevor wir Stein, Pflanze, Tier und Mensch wurden. Die meisten von uns haben aber vergessen woher wir kommen.

Siehe auch



Warum ist der 3. Weltkrieg noch nicht ausgebrochen?

Zahlreiche Prophezeiungen und viele Menschen „erwarten“ seit geraumer Zeit den 3. Weltkrieg oder ähnlich düstere Szenarien, welche die gesamte Welt mit Dunkelheit und furchtbarem, noch nie gekanntem Leid überziehen. Und tatsächlich: In den unsichtbaren, höherdimensionalen Welten tobt seit langer Zeit ein brutaler Kampf zwischen den Licht- und Dunkelwelten, der im Prinzip keine andere Möglichkeit zulässt als einen weltweiten Krieg und den kompletten Zusammenbruch der gegenwärtigen Wirtschaft und Gesellschaftsordnung auf der Erde.

Das gesamte Geldsystem auf diesem Planeten, das nach dem 2. Weltkrieg in einigen Teilen der Welt mehr oder weniger neu gestartet wurde, ist komplett aus den Fugen geraten und hat sich mittlerweile derart aufgeladen, dass der in den letzten Jahrzehnten entstandene riesige, weltweite Geldballon und die gewaltigen Schuldentürme die Realwirtschaft einem Dammbruch und einer Sintflut gleich zu überschwemmen und verschlingen drohen (siehe Finanzkrise und Der Finanzcrash kommt und Ökologischer oder sozialer Zusammenbruch?). Viele weitere Probleme wie Umweltzerstörung, Kampf der Religionen, Kampf um Rohstoffe (Erdöl, Erdgas, Wasser usw.), soziale Ungleichgewichte (wenige Superreiche und viele Superarme), zahllose Kriegsherde, grosse Flüchtlingsströme, nukleare Massenvernichtungswaffen (Atombomben) und Atommüll, Big Data, zentral gelenkte Massenmedien, Terror usw. tragen höchste Sprengkraft in sich. Ehrlich gesagt kommt es einem Wunder gleich, dass die aktuelle Wirtschaft und Gesellschaft nicht schon vor Jahren komplett zusammengebrochen ist.

Viele Menschen ahnen und spüren, dass hinter den Kulissen dieser Welt mehr Dinge vor sich gehen, als uns dies von den Massenmedien, die in keiner Weise die realen Gefahren aufzeigen und uns darauf vorbereiten, und von anderen seriösen Quellen berichtet wird. Nicht umsonst wuchern aktuell so viele Endzeit- und so genannte Verschwörungstheorien wie kaum je zuvor. Verschiedene Prophezeiungen, z.B. auch die Bibel, sagen voraus, dass der Weltuntergang (Endzeit, Apokalypse) kurz bevorsteht oder bereits eingetroffen sein sollte , und dass Jahre furchtbarster Dunkelheit und unvorstellbarem, noch nie dagewesenem Leid vor uns liegen, in denen wir alle knöcheltief im Blut unserer Mitmenschen waten und die Weltbevölkerung brutal reduziert wird.

98 Prozent der Menschen wollen keinen Krieg. Die überwältigende Mehrheit der Menschen wünscht sich ein friedliches Zusammenleben. Die Mächtigen hinter den Kulissen haben aber andere Pläne (siehe Planet Erde in der Hand von Soziopathen). Obwohl der allergrösste Teil der Menschen friedlich und friedliebend ist, ist dieser Planet, die Erde, ein Kriegsplanet. Soweit der Mensch zurückdenken kann, seit dem Anfang der Geschichtsschreibung, toben auf diesem Planeten blutige Kämpfe und Kriege. Das 20. Jahrhundert mit seinen beiden Weltkriegen und hunderten weiteren Kriegen zählt zu den blutigsten überhaupt. Auch heute, im Jahr 2017, existieren hunderte gewaltsame und blutige Konflikte und Kriege überall auf dieser Welt. Ein Ende ist nicht absehbar.  

Warum der 3. Weltkrieg nicht kommt 

Der 3. Weltkrieg und ähnlich düstere Szenarien treten nicht ein, weil ich hier bin und mit meinem Kampf der letzten Jahre und Jahrzehnte die entscheidende Wende geschafft habe (siehe Mein Kampf gegen Gott). Um die Zustände auf diesem Planeten dauerhaft und nachhaltig (für immer!) zu verbessern, reicht es nicht, friedlich zu sein und freundlich mit seinen Mitmenschen umzugehen. Ein solcher Umgang ist zwar schön und erstrebenswert und jeder, der das tut, leistet einen wichtigen Beitrag , die Wirkung ist aber lokal begrenzt und weltweite Kriege sind damit nicht zu verhindern. Es reicht auch nicht an einen Gott zu glauben, eine eigene Firma zu gründen, die ethische Produkte herstellt, in der Politik, Kunst, Philosophie oder Wissenschaft aktiv zu sein, eine Hilfs- oder Umweltorganisation aufzubauen, eine liebende Mutter zu sein oder andere anerkannt konstruktive Dinge zu tun (siehe Eine ethische Zivilisation erschaffen: Wie würden Sie vorgehen?).

Nein. Die EINZIGE Möglichkeit Zustände nachhaltig und für immer zu verbessern, besteht darin, den obersten Diktator und Herrscher dieser Welt und des gesamten Universums (Gott) zu therapieren bzw. diesem zu helfen sich von seiner dunklen Seite zu befreien (siehe hier) und damit die vorgesehenen Pläne für diesen Planeten (3. Weltkrieg, Neue Weltordnung, Weltregierung etc.) aufzuheben. Einzig auf diese Weise kann die wahre Ursache des Leids und Wahnsinns auf diesem Planeten ein für alle Mal behoben und beseitigt werden. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht.

Einige Prophezeiungen, z.B. auch die Bibel, sagen voraus, dass nach Jahren furchtbarster, noch nie gekannter Dunkelheit, anschliessend eine lange Phase des Friedens folgen wird (die Bibel spricht von der Wiederkunft Christi). Ich sage voraus und prophezeie: Dank meinem Durchbruch werde die Jahre furchtbarster, weltweiter Dunkelheit (3. Weltkrieg, Naturkatastrophen, Seuchen etc.) vor dem langen Frieden nicht eintreffen! Das heisst: Der lange Friede wird folgen OHNE dass davor die gesamte Wirtschaft und Gesellschaft auf diesem Planeten komplett zusammenbricht und OHNE dass sich die Menschen davor in noch nie gekanntem Masse gegenseitig zerfleischen!

Siehe auch



Ein gläubiger Mensch, ein Atheist und ich

Ein gläubiger Mensch glaubt an einen guten Gott. Ein Atheist glaubt, dass es keinen Gott gibt. Ich glaube, dass Gott existiert, aber eine dunkle Seite hat und die Hauptursache für das Leid in der Welt ist.

Siehe auch

  
 
Mikrokosmos und Makrokosmos: Ein Atom ist ein Miniatur-Sonnensystem
  
Verschiedene philosophische, esoterische und religiöse Richtungen betrachten den Mikrokosmos als ein Abbild des Makrokosmos und umgekehrt. Wenn das stimmt, heisst das, dass die Welt des Kleinen (Mikrokosmos: Atome, Lebewesen etc.) sich in der Welt des Grossen (Makrokosmos: Planeten, Sonnen, Galaxien) spiegelt und wiederholt, und die Welt des Grossen in der Welt des Kleinen. Es kann also vom Grossen auf das Kleine geschlossen werden und umgekehrt. Die Welt kann als eine Art Hologramm betrachtet werden, in dem in jedem noch so kleinen Teil die Gesamtinformation des ganzen Universums enthalten ist (siehe auch Gesetzmässigkeiten der materiellen Welt). Wenn ich die Welt des Grossen verstehe, verstehe ich folglich auch die Welt des Kleinen besser und umgekehrt. Unser Körper ist dabei ein Teil des Mikrokosmos (mit den Atomen als kleinste Einheiten).
In der Physik existieren verschiedene Modelle mit denen versucht wird das Atom abzubilden und zu erklären. Das bekannteste und anschaulichste Modell (aber nicht das einzige: siehe auch die Anmerkung am Ende dieses Beitrags), ist das seit Jahrzehnten an Schulen gelehrte Bohrsche Atommodell, das 1913 vom Dänen Nils Bohr entwickelt wurde. In diesem Atommodell umkreisen die Elektronen den Kern (Protonen, Neutronen) des Atoms wie Planeten die Sonne. Das heisst: Das Atom kann als Miniatur-Sonnensystem mit dem Kern als Sonne und den Elektronen als Planeten betrachtet werden. Umgekehrt kann ein Sonnensystem als Mega-Atom (als kosmisches Atom) betrachtet werden.

Jedes Sonnensystem entspricht also einem kosmischen Atom (Mega-Atom), mit einer Sonne als Kern und den Planeten als Elektronen. Wir Menschen leben auf einem von nahezu unendlich vielen kosmischen Atomen, die innerhalb des Universums existieren (wir leben auf dem Elektron Erde, welches um den Atomkern Sonne kreist). All die kosmischen Atome (Sonnen und Planeten) im Universum bilden den Körper einer galaktischen Wesenheit, auf welcher wir Menschen leben (siehe auch Das Universum ist ein Lebewesen). Im selben Masse wie wir auf dem Körper dieser galaktischen Wesenheit leben, leben Wesen auf den Atomen unseres Körpers und empfinden diese als Sonnensysteme, Galaxien und als Universum. Wir sind also ein Universum (und Götter) für jene Wesen, welche die Atome unseres Körpers bewohnen. 
Die Grösse des Universums

Das Universum ist für die meisten Menschen unvorstellbar gross. Nachfolgend einige Zahlen und Angaben dazu. Der Durchmesser der Erde beträgt rund 12'700 km. Der Abstand von der Erde zum Mond beträgt rund 384'000 km. Zum Vergleich: Das Licht legt in einer Sekunde etwa 300'000 km zurück (allerdings sollte man nicht glauben, dass die Lichtgeschwindigkeit überall im Weltraum konstant ist; trotzdem gehe ich nachfolgend von einer Lichtgeschwindigkeit von 300'000 km pro Sekunde aus). Um die Strecke des Erddurchmessers zurückzulegen (12'700 km) braucht das Licht rund 4 Hundertselsekunden; das ist weniger als ein Augenzwinkern. Von der Erde zum Mond braucht das Licht etwas mehr als eine Sekunde. Die Strecke von der Sonne zur Erde (rund 150 Millionen Kilometer) legt das Licht in etwa 8 Minuten zurück. Für die Strecke von der Sonne zum äussersten Planeten unseres Sonnensystems, Neptun (rund 4,5 Milliarden km von der Sonne entfernt), benötigt das Licht etwas mehr als 4 Stunden. 

Um von unserer Sonne zur nächsten Sonne bzw. zum nächsten Fixstern, Alpha Centauri, zu gelangen, benötigt das Licht etwas mehr als 4 Jahre. Um unsere Galaxie, die Milchstrasse, zu durchqueren, benötigt das Licht rund 100'000 Jahre. Bereits diese Zeitspanne, die verglichen mit den Grössenordnungen des gesamten Universums immer noch verschwindend klein ist, ist für die meisten fast unvorstellbar lang. Zum Vergleich: 100'000 Jahre entsprechen rund dem 50-fachen des Zeitraums, der seit der Geburt von Jesus vergangen ist. Die Milchstrasse enthält schätzungsweise 300 Milliarden Sonnen bzw. Sonnensysteme. Es können aber auch "nur" 100 Milliarden oder auch 400 Milliarden sein, so genau weiss das niemand. Um zur nächsten grösseren Galaxie zu gelangen, dem Andromeda Nebel, benötigt das Licht rund 2,5 Millionen Jahre. Schätzungen zufolge existieren in unserem Universum insgesamt weit über 100 Milliarden Galaxien. Der Durchmesser des sichtbaren Universums wird auf 13,8 Milliarden Lichtjahre und mehr geschätzt (je nach Theorie können die Schätzungen stark variieren).

Bei den genannten Zahlen handelt es sich, wie bereits erwähnt, nur um das für uns sichtbare Universum. Der für uns unsichtbare Teil des Universums, inklusive den höherdimensionalen Welten, dürfte den sichtbaren Teil um ein Vielfaches (hundert-, tausend-, millionen- oder gar milliardenfach?) übertreffen. Man hat errechnet, dass der menschliche Körper rund 10² (10 hoch 28) Atome* enthält. Das ist eine 1 mit 28 Nullen. Die Anzahl der Sonnen bzw. Sonnensysteme im Universum dürfte in etwa damit vergleichbar sein. Das heisst: Für die Atome unseres Körpers und die Lebewesen darauf (Mikrokosmos), sind wir in etwa dasselbe, was für die Sonnen und Planeten, und die Lebewesen darauf, das Universum ist (Makrokosmos). Wahrscheinlich ist unser Universum nur eines von fast unzählig vielen weiteren Universen, so wie unser Körper für die darauf lebenden Wesen nur ein Universum von Milliarden weiteren ist.

* Der Mensch besteht aus rund 100 Billionen (10¹) Zellen. Jede Zelle enthält im Durchschnitt, grob geschätzt, wiederum etwa 100 Billionen (10¹) Atome. Das ergibt total 10'000'000'000'000'000'000'000'000'000 (10² = 10 Quadrilliarden) Atome pro Mensch.
    
Zeit ist relativ: 100'000 Jahre sind eine Sekunde

Die Zeitdauer, welche unsere Erde benötigt um einmal die Sonne zu umkreisen, bezeichnen wir Menschen als ein Jahr. Genauso könnte man die Zeitdauer, die ein Elektron benötigt, um einmal den Atomkern zu umkreisen, als ein Atomjahr bezeichnen. In unserer Zeitrechnung umkreist ein Elektron den Atomkern in einer Sekunde einige Billionen Male. Das bedeutet, dass ein Atomjahr für uns Menschen extrem kurz ist (in der Grössenordnung Billionstel Sekunde). Für die Lebewesen, welche wir uns auf den Atomen unseres Körpers lebend vorstellen können, ist das einmalige Umkreisen des Atomkerns durch das Elektron in etwa dasselbe (nämlich ein Jahr in ihrer Zeitrechnung), was für uns Menschen das einmalige Umkreisen unserer Sonne durch die Erde ist (ein Jahr in unserer Zeitrechnung). Für die Lebewesen auf unseren Atomen wäre eine Sekunde oder gar ein Jahr in unserer Zeitrechnung also eine beinahe unendlich lange Zeit.

In etwa so muss man sich die Zeitrechnung und Bewegungen derjenigen Wesen vorstellen, deren Körper eine Galaxie oder gar das gesamte Universum ist (siehe auch Das Universum ist ein Lebewesen). Die Zeitbewegungen dieser Lebewesen (Götter) sind für uns Menschen beinahe unvorstellbar langsam. In den Veden finden wir hierzu konkrete Angaben. Das höchste Wesen unseres Universums, dessen Körper das materielle Universum ist, wird in den Veden Brahma genannt und lebt 311 Billionen und 40 Milliarden Jahre, was der Lebensdauer unseres Universums entspricht (im Buch Der Sinn des Lebens Nirvana wird das höchste Wesen innerhalb des Universums nicht als Brahma, sondern als Brahman bezeichnet, die Lebensdauer ist dieselbe).

Diese 311 Billionen und 40 Milliarden Jahre unserer Zeitrechnung entsprechen 100 Jahre in Brahmas bzw. Brahmans Zeitrechnung. Das bedeutet: Wenn bei uns auf der Erde 100'000 Jahre vergehen, dann vergeht für Brahma bzw. Brahman gerade mal eine Sekunde. Die 4,32 Milliarden Jahre, welche der Lebensdauer der Erde entsprechen (von Geburt bis Tod; für mehr Infos siehe im Buch des Lichts und im Buch Der Sinn des Lebens Nirvana), bedeuten exakt 12 Stunden im Leben Brahmas bzw. Brahmans. --> Siehe auch in den Veden Entstehung und Struktur unseres Universums.
     
Materie besteht zu 99,9999... Prozent aus Hohlräumen

Wir Menschen glauben, dass Materie fest und kompakt ist. Das ist jedoch nicht der Fall. Der Kerns eines Atoms, dessen Gewicht mehr als 99,9 Prozent des gesamten Atoms ausmacht, ist rund 100'000 mal kleiner als der Durchmesser des Atoms. Das bedeutet: Würden wir den Atomkern auf die Grösse eines Tennisballs von 10 cm Durchmesser aufblasen, so hätte die Atomhülle einen Durchmesser von rund 10 Kilometern. Das winzig kleine Elektron bzw. die Elektronen, deren Gewicht weniger als ein Tausendstel des Atomkerns beträgt, befänden sich somit innerhalb eines Radius von rund 5 Kilometern zum Atomkern. Alles dazwischen (alles was nicht Atomkern und nicht Elektron ist) ist "Luft" bzw. leerer Raum. Ja, wenn man noch genauer hinschaut, zeigt sich, dass auch der Atomkern nicht aus Teilchen besteht, sondern aus Wellen bzw. Energie, und damit so etwas wie feste Materie gar nicht existiert. Was wir Menschen als feste Materie wahrnehmen, ist also zum grössten Teil leerer Raum bzw. mit Wellen gefüllter Raum. --> Siehe auch Quantenphysik öffnet das Tor zur Spiritualität und Es gibt keine Materie, nur Wellen.

Ähnlich wie bei Atomen sind auch die Verhältnisse in Sonnensystemen. Auch in Sonnensystemen macht die Materie nur einen winzigen Teil aus, mehr als 99,9999... Prozent des Sonnensystems besteht aus leerem Raum. Alles zwischen der Sonne und den Planeten ist (weitgehend) leerer Raum. Auch in Sonnensystemen ist der Kern (die Sonne), wie bei Atomen, weitaus schwerer als die sie umkreisenden Planeten. Beispielsweise beträgt die Masse unserer Sonne rund das 700-fache aller Planeten zusammen oder etwa das 330'000-fache der Erde.

Schlussanmerkung: Hinweis für diejenigen, welche das Bohrsche Atommodell für veraltet halten und das quantenmechanische Modell (Orbitalmodell) bevorzugen, gemäss dem Elektronen keine Teilchen sind, welche den Kern auf festen Bahnen umkreisen, sondern Wellen: Auch die Planeten eines Sonnensystems bestehen für unsere Augen nicht immer aus fester, sichtbarer Materie. Ein Planet existiert während seiner Lebensdauer in verschiedenen Zuständen. Unsere Erde ist beispielsweise erst seit etwa 320 Millionen Jahren ein Festkörper. Davor existierte sie in unterschiedlichen nicht festen (dampfförmigen, astralen, ätherischen, höherdimensionalen) Zuständen. --> Mehr zur astralen (feinstofflichen) Erde siehe im Buch Der Sinn des Lebens Nirvana und im Buch des Lichts

Siehe auch



Das Universum ist ein Lebewesen, die Sonne ist ein Lebewesen, die Erde ist ein Lebewesen

Das gesamte Universum mit allem darin ist eine BEWUSST lebende Wesenheit. Die Galaxien, Sonnensysteme und Planeten sind die Atome und Moleküle des Körpers dieses Lebewesens. Wir Menschen leben also auf den Atomen und Molekülen dieses Wesens, dessen Körper das materielle Universum ist, genauso wie Bakterien und Zellen auf unserem Körper, auf unseren Atomen und Molekülen, leben. Aber nicht nur das Universum ist ein bewusst empfindendes Lebewesen, sondern auch alle darin enthaltenen kleineren Einheiten (Galaxien, Sonnen, Planeten etc.) sind eigenständige Lebewesen, selbstständige Organismen mit Bewusstsein.

Das bedeutet: Unser Universum ist ein Lebewesen, eine Galaxie ist ein Lebewesen, eine Sonne ist ein Lebewesen, ein Planet ist ein Lebewesen, ein Mensch ist ein Lebewesen, ein Tier ist ein Lebewesen, eine Pflanze ist ein Lebewesen, sogar ein Stein ist ein Lebewesen. Alles Materielle, selbst das kleinste Atom, ist zusammengesetzt aus materiellen (grob- und feinstofflichen) Anteilen, und einer unsterblichen Seele. Die unsterblichen Seelen befinden sich allerdings in unterschiedlichen Bewusstseins- und Verlangenszuständen, je nach der gewählten materiellen Form (Stein, Pflanze, Tier, Mensch, Planet, Sonne etc.). 

So wie der Mensch ein zusammengesetztes Wesen ist, bestehend aus materiellem (sterblichem) Körper und unsterblicher Seele, ist auch der Planet Erde ein zusammengesetztes Lebewesen bestehend aus materiellem Körper (dem für uns sichtbaren Planeten) und unsterblicher Seele. Genauso wie wir ein Bewusstsein über unseren Körper haben und diesen mehr oder weniger kontrollieren, genauso hat der Planetenengel der Erde (die unsterbliche Seele, deren materieller Körper die Erde ist) ein Bewusstsein über die Erde und kontrolliert diese mehr oder weniger. Für die Billionen auf unserem menschlichen Körper lebenden Bakterien und Zellen sind wir Menschen in etwa dasselbe, was für uns der Planet Erde ist oder in noch grösserem Rahmen, das Universum , nämlich ein weit grösserer Organismus, ein weit grösseres Lebewesen auf und mit dem wir leben.

Natürlich ist das Wesen (die unsterbliche Seele), dessen Körper die Erde ist, verglichen mit uns Menschen weitaus mächtiger; so mächtig, dass nicht wenige glauben, es handle sich dabei um einen Gott. Und tatsächlich: Der Planetenengel, die unsterbliche Seele der Erde, ist Jehova, der Gott der Bibel. Jehova (auch als Jahwe oder JHWH bezeichnet) versieht uns Menschen mit unseren materiellen Körpern. Durch unseren Körper sind wir mit ihm verbunden und zu einem gewissen Grad an ihn gebunden. Wir sind "Fleisch von seinem Fleisch", er ist unser (körperliche) Schöpfer – nicht aber der Schöpfer unserer unsterblichen Seele, die ewig und unerschaffen ist. Verglichen mit der Gesamtstruktur des Universums und anderen Planeten- und Sonnengöttern ist Jehova jedoch nur ein kleiner, untergeordneter Gott mit allerlei Schwächen und Fehlern (wie man aus der Bibel ersehen kann; der zornige und eifersüchtige Gott). Allein in unserer Galaxie existieren Milliarden von Planetenengeln (Planetengöttern), vergleichbar mit Jehova.

Das Wesen, dessen Körper unsere Sonne ist – der Sonnenengel bzw. Sonnengott –, steht weit über Jehova. Unsere Sonne ist ein hochspirituelles Wesen, ein Gott. Noch über unserer Sonne steht der Gott unserer Galaxie (Milchstrasse), und am allerhöchsten steht der Gott des gesamten Universums. All diese Götter, und viele mehr, haben eine Wirkung auf uns, meist ohne dass wir uns darüber bewusst sind. Doch auch der höchste Gott des Universums ist immer noch unvollkommen, immer noch nicht völlig frei von Schwächen, hat immer noch Verlangenszustände (wenn auch weitaus geringere als die unter ihm stehenden Wesen). Jeder Gott ist immer noch vergänglich, immer noch der Geburt und dem Tod unterworfen. Je höher ein Gott steht, desto länger ist jedoch seine Lebensspanne. Erst dann, wenn ein Wesen keinerlei Verlangenszustände mehr hat, nichts mehr will, hat es den höchsten Zustand Nirvana erreicht (die Ewigkeit, die keiner Zeit mehr unterworfen ist) und steht damit höher als jeder Gott (siehe auch Nirvana - und dann?). 

Für die Lebewesen auf und in unserem Körper (Zellen, Bakterien etc.) sind wir genauso ein Gott wie für viele Erdenbewohner Jehova, das Wesen, dessen Körper die Erde ist, ein Gott bzw. DER Gott ist. Neben Jehova gibt es aber viele weitere Götter, welche einen Einfluss auf die Menschen nehmen und nahmen, zum Beispiel Allah, Brahma, Vishnu, Krishna, Zeus, Apollon, Odin, Freya, Jupiter, Ra, Isis und alle weiteren Götter und Göttinnen, die von Menschen angebetet werden und wurden. Doch auch diese Götter sind, wie jeder manifestierte Gott und wie bereits erwähnt, unvollkommen, stehen unterhalb von Nirvana, dem Ungeborenen, Unerschaffenen und Ewigen.

Schlussanmerkung: Nach dem Tod der Erde inkarniert der Planetenengel unseres Planeten (Jehova) in einem neuen Planeten, so wie viele Menschen nach dem körperlichen Tod in einen neuen menschlichen Körper inkarnieren. Dasselbe macht auch der Sonnenengel unserer Sonne und jeder andere Planeten- und Sonnenengel, wenn sein Körper (Sonne, Planet etc.) stirbt. Der Mond ist übrigens die Mutter der Erde. Das heisst: Bevor Jehova in die entstehende Erde inkarnierte, lebte Jehova im Mond. Vor der Erde war also der Mond der Körper Jehovas. Vor vielen Milliarden Jahren, als der Mond noch lebte (und die Erde noch nicht existierte), gab es, wie es jetzt Leben und Zivilisation auf der Erde gibt, Leben und Zivilisation auf dem Mond. Das erklärt auch, warum die Steine, die Neil Armstrong auf dem Mond gesammelt und zu Erde gebracht hat, viel älter sind als alles auf der Erde. 

Mehr zu diesem Thema finden Sie im Buch Der Sinn des Lebens Nirvana von Christian Anders (Lanoo) sowie seinem rund zehnbändigen Werk Buch des Lichts.

Siehe auch



Mehr über Nirvana: Wie ein Heiliger die Welt sieht

Voranmerkung: Wenn ich im Folgenden von einem Heiligen spreche, meine ich damit eine Person, die Nirvana erreicht hat (Wunschlosigkeit, Abwesenheit vom Verlangen, Freiheit vom Leid, Loslösung von der materiellen Welt, Erlösung, Erleuchtung, Freiheit vom Kreislauf der Wiedergeburten).

Ein Heiliger läuft eine Strasse entlang. Am Strassenrand sitzt ein blinder Bettler. Der Heilige gibt ihm etwas Geld und sagt: „Du bist gut dran.“ Der Bettler: „Aber ich bin blind.“ Der Heilige: „Es gibt nichts zu sehen.“ Der Heilige läuft weiter und kurz darauf steht ein tauber Bettler am Strassenrand. Der Heilige gibt auch ihm etwas Geld und sagt: „Du bist gut dran.“ Der Bettler liest, da er nicht hören kann, die Lippen des Heiligen und erwidert: „Aber ich kann nichts hören.“ Der Heilige: „Es gibt nichts zu hören.“ Der Heilige geht weiter. Am Strassenrand sitzt eine bemitleidenswerte Kreatur ohne Nase, ohne Zunge, ohne Hände und Arme. Der Heilige gibt ihm etwas Geld und sagt: „Du bist gut dran.“ Die Person sieht ihn erstaunt an und denkt: „Aber ich kann nichts riechen, kann kein Essen schmecken, kann nichts ertasten und niemanden umarmen.“ Der Heilige: „Es gibt nichts zu riechen, nichts zu schmecken, nichts zu ertasten und nichts zu umarmen.“

Für einen Heiligen bedeuten selbst die höchsten materiellen Genüsse nichts anderes als Schmerz, weil er ALLES Materielle als vergänglich und damit schmerzhaft erkannt und durchschaut hat. Für einen Heiligen gibt es nichts, dass er in der (Aussen)Welt finden könnte, nichts dass sich lohnt zu suchen, zu sehen, zu hören, zu schmecken, zu riechen, zu fühlen, zu lieben, zu erreichen oder zu denken. Für einen Heiligen bedeuten selbst der schönste Sonnenuntergang, das wunderbarste Gemälde und der grossartigste Film nur Schmerz für die Augen. Für den Heiligen sind die schönste Symphonie und das brillanteste Lied nur Geheul. Die herrlichsten Speisen und die edelsten Düfte bedeuten für ihn nichts anderes als Leid.

Das Gefühl des Verliebtseins, Umarmungen, Intimität, sexuelle Gefühle und Orgasmus – für den Heiligen eine Qual. Sich Ziele setzen, etwas in der Welt erreichen wollen, sich in Gedanken das Erstrebte vorstellen, Erfolg haben – nur etwas für Narren! Der Weise will nichts mehr von der Welt, er hat alles losgelassen und sich von allem verabschiedet. Es gibt nichts in der Welt, das sein Interesse noch wecken könnte, nichts dass er noch fühlen oder erreichen möchte, keinen Ort wohin er noch reisen möchte, keinen Menschen den er noch kennenlernen möchte, kein Ziel dass er noch verwirklichen möchte, keinen Gott den er noch anbeten möchte, nichts und niemanden über das und den es sich noch nachzudenken oder zu reden lohnt. Für den Heiligen entspringt alles Festhalten an der Welt der Unwissenheit.

Ein Heiliger kennt keinen Stolz, keine Selbstüberhöhung und Selbstabwertung. Es gibt nichts und niemanden auf das oder den der Heilige stolz wäre (am wenigsten auf sich selbst), nichts für das er sich oder einen anderen verurteilt. Wer noch Stolz empfindet auf eigene Leistungen, Fähigkeiten und Errungenschaften, wer sich selbst noch für gut, schlecht, dumm, intelligent, ehrgeizig, vielseitig, genial, ängstlich, edel oder was auch immer hält, haftet noch an der vergänglichen Welt, hat noch Wünsche und Verlangenszustände und damit die Unsterblichkeit (Nirvana) noch nicht erreicht. Ein Heiliger lebt im Zustand der Güte. Das heisst: Er ist allem und jedem gegenüber freundlich, milde, liebevoll und nachsichtig. Nichts und niemand braucht Angst vor ihm zu haben, kein Lebewesen, und sei es nur eine Fliege, hat auch nur das Geringste von ihm zu befürchten. 

Ein Heiliger verschwindet für die Welt und die Welt verschwindet für ihn, aber er verschwindet nicht für sich selbst. Der Heilige will nichts von der Welt, tut nichts, ist nichts, denkt nichts, fühlt nichts, glaubt nichts, hat nichts (und wenn er etwas hat, hängt er nicht daran), kann nichts. Er ist vollkommen bewusst und selbstbestimmt ein scheinbar völlig unproduktives und nutzloses Mitglied der Konsumgesellschaft. Tatsächlich macht er mit seinem Nichtstun aber mehr für die Welt als der produktivste Arbeiter, Top-Manager oder Unternehmer es jemals vermag. Der Heilige unterstützt und fördert mit seinem Nichtstun die Illusion der materiellen Welt – den Irrweg – nicht länger, sondern lebt den Zustand des inneren Friedens und weist den Weg aus dem Irrenhaus.

Das völlige Nichtstun (und das Alleinsein mit sich selbst) ist für die meisten Menschen das Schwierigste überhaupt, viele schaffen es nicht einmal einen Tag oder auch nur eine Stunde, bevor sie wieder in geschäftige Umtriebigkeit verfallen (siehe auch Was es bedeutet in der Gegenwart zu sein). Ein echter Heiliger ist zu jedem Handeln komplett unfähig, nicht einmal mehr sich selbst vermag er zu ernähren, weshalb er vollständig auf die Mildtätigkeit seiner Mitmenschen angewiesen ist. Laotse: Wer um den Weg sich bemüht, macht weniger an jedem Tag. Macht weniger und weniger, bis er dann schliesslich nichts mehr macht. Wenn er gar nichts mehr macht, bleibt gar nichts ungemacht.

Anmerkung: Sobald der Heilige Nirvana erreicht hat (mittels Meditation, Studium etc., siehe Wie man Nirvana erreicht), kann er sich natürlich auch dafür entscheiden, wieder aktiv zu werden und anderen Wesen zu helfen ihrerseits Nirvana zu erreichen (siehe auch Nirvana - und dann?), so wie das beispielsweise Buddha getan hat. Allerdings ist das Erreichen von Nirvana eine derart gewaltige und schwierige Aufgabe (hundertfach schwieriger als das Erreichen eines Weltmeistertitels, der Gewinn eines Nobelpreises, die Wahl zum Staatspräsidenten, das Aufbauen eines Weltkonzerns oder andere weltliche Ziele), dass dies nur die Allerwenigsten schaffen. Und noch viel weniger schaffen es innerhalb eines einzigen Lebens.   

Die gesamte Welt mit all ihren Formen, Farben, Klängen, Düften, Orten, Menschen, Tieren, Pflanzen usw., ist vergänglich, irgendwann nicht mehr da, und bedeutet damit Verlust. Kaum hat man sich an etwas gewöhnt, wird es einem auch schon wieder weggenommen, spätestens mit dem Tod. Der eigene Körper, die eigene Familie und die eigenen Kinder, die Freunde, die beruflichen Errungenschaften, die eigene Nation, die Völker und Zivilisationen der Erde, die Berge und Meere, ja der gesamte Planet Erde, unsere Sonne, Sterne, Galaxien und das gesamte Universum (inklusive Himmel, Engel und feinstoffliche, höherdimensionale Welten), alles nur vorübergehende Erscheinungen, nichts von Bestand, alles der Vergänglichkeit und dem Tod unterworfen und im Vergleich zur Ewigkeit (Nirvana) nicht länger existent als ein Wimpernschlag. Der Weise hat erkannt, dass dauerhaftes Glück NIRGENDWO in der Welt zu finden ist.

Unsere Welt ist eine Welt voller Schmerz, unerbittlich und brutal. Der soziale Anstrich und das vermeintlich darin zu findende Glück mögen die Welt milde und erstrebenswert erscheinen lassen, doch nichts davon ist wahr. Jedes Glück, das in der Welt zu finden ist, ist immer nur vorübergehend und niemals dauerhaft. Das Glück mag einen Tag dauern, einen Monat, ein Jahr, ein Jahrzehnt, ein Leben lang, mehrere Leben oder im Falle des Aufenthaltes in höherdimensionalen Welten (in den von den Religionen beschriebenen Himmeln bzw. Lichtwelten), Tausende von Erdenjahren, Millionen, Milliarden oder gar Billionen von Jahre. Doch am Ende gehts IMMER und auf jeden Fall wieder abwärts auf die dunkle Seite, auf die Seite des Verlustes. Am Ende überwiegt und siegt immer der Schmerz. Die einzige Möglichkeit auf DAUERHAFTES GLÜCK liegt jenseits der materiellen, vergänglichen Welt.

 „Wenn alle Berge Bücher wären und alle Seen Tinte und alle Bäume Schreibfedern, es wäre nicht genug um all das Elend und den Schmerz in der Welt zu beschreiben.“  Jakob Böhme

„Jede Lehre, von der du sagen kannst, dass sie zu Leidenschaftslosigkeit führt und nicht zu Leidenschaft; zu Unabhängigkeit und nicht zu Bindung; zu Verminderung weltlichen Gewinns und nicht zu seiner Vermehrung; (...) zu Zufriedenheit und nicht zu Unzufriedenheit; zu Einsamkeit und nicht zu Geselligkeit; (...) das ist die Lehre, das ist des Meisters Botschaft.“  Edward Conze

Siehe auch